|
Wachsende Unzufriedenheit über den MERCOSUR : |
|
|
|
Für mehr als die Hälfte der Industriellen in Argentinien ist die Zollunion des MERCOSUR zwecklos, da das Ziel, einen gemeinsamen Markt zu schaffen, nicht erreicht wurde. Laut einer Umfrage Reuters sind die Befragten der Meinung, dass die Mitglieder Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay, sowie Venezuela immernoch mit Handelsassymmetrien und politischen Dissonanzen zu kämpfen hätten. Zwar ermögliche der MERCOSUR, den Ländern den bilateralen Handel auszubauen, jedoch verschaffe der Block nach aussen keine Handelsvorteile, da die gemeinsame Aktions-Plattform fehle. Einer der Gründe dafür sei, dass die Länder gegenseitig mit den gleichen Produkten konkurrieren.
Die Umfrage macht auch den Unmut einiger Unternehmer deutlich, dass Brasilien durch steuerliche Vergünstigungen den nationalen Unternehmen Vorteile verschafft, was der multilateralen Integration nicht gerade förderlich ist.
Als logische Konsequenz der Unstimmigkeiten wird der Wunsch auch im Nachbarland Uruguay nach einem Freihandelsabkommen mit den USA immer stärker. 73% der befragten Urugayischen Unternehmer möchten auf globaler Ebene agieren und sind der Meinung, dass die Zukunft Uruguays sich nicht auf den regionalen Markt beschränken dürfe, sondern das Land den Blick auf internationale Handelsvertäge richten solle. |