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Seit dem 01. Januar 2000 existieren im Binnenhandel des Mercosur keine Zollschranken mehr; das heisst, alle Güter zwischen den Mitgliedstaaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay werden zollfrei gehandelt. Zwischen den Mercosurstaaten und den assoziierten Partnern Chile und Bolivien werden Präferenzregelungen auf die jeweils bestehenden nationalen Zölle angewandt. Der gemeinsame Aussenzoll "AEC" des Mercosur Der AEC ist der gemeinsame Zoll-Tarif für importierte Güter aus Drittstaaten, der derzeit zwischen 0%-21,5% für ca. 95% aller Güter liegt. Die restlichen 5% sind noch nicht vereinheitlichte Bereiche, bzw. Bestandteil einer Ausnahmeliste, die den Mitgliedstaaten erlauben soll, sich an die neuen Umstände anzupassen, welche der Wettbewerb durch den Wegfall der Schutzzölle erzeugt. So können auf diese geschützten Produkte ein gesonderter Zollsatz erhoben werden, der sich nach den Bedürfnissen des jeweiligen internen Marktes richtet. Zu den Bedingungen für eine Vollmitgliedschaft im Mercosur zählt die Übernahme des gemeinsamen Außenzolltarifs. Der Höchstsatz für Güter, die von Nichtmitgliedern geliefert werden, beträgt 35%. El Arancel Externo Común – Der Gemeinsame Aussenzoll Jede Ware hat einen bestimmten Zollwert, angegeben in Prozent; dieser Wert befindet sich zwischen 0-21,5%. Die Waren sind in 21 Abschnitte und diese in 97 Kapitel aufgeteilt; die Kapitel wiederum in „partidas“ und diese in Items Die Mitgliedsländer haben das Recht auf Ausnahmen; Maschinen, Geräte der Informationstechnologie und die der Telekommunikation haben einen Zollwert von 14 bzw. 16% Der gemeinsame Aussenzoll (AEC) ist notwendig, damit aus der Union eine einheitliche Zollunion wird; diese würde für eine freie Zirkulation von Waren sorgen und die Geschäftsbeziehungen untereinander verbessern Der gemeinsame Aussenzoll würde heissen, dass die Mitgliedsstaaten auf Ihre Befugnis, Zölle zu setzen, verzichten müssten; aus diesem Grunde funktioniert der gemeinsame Aussenzoll nicht so effektiv
Das System des Gemeinsamen Aussenzolls funktioniert noch nicht effektiv, da die Staaten ausser dem AEC noch andere Mechanismen der Verzollung haben Liste von Ausnahmen, spezielle Systeme des Handels, Verträge mit Drittstaaten, Massnahmen für den Schutz der nationalen Wirtschaft (Protektionismus)
Diese Ausnahmen widersprechen dem Gedanken einer freien Zirkulation in den Mitgliedstaaten Die Welt ausserhalb des Mercosur wurde in 4 Kategorien aufgeteilt: Bolivien und Chile, Mexiko, Rest der Andinen Gruppe und Rest der Welt Der Unterschied zwischen dem AEC und dem APL lässt sich durch die Möglichkeit von Ausnahmen erklären; der AEC und der APL sind im Rahmen des NMF (Nación más favorecida – meistbegünstigte Nation) Der Unterschied zwischen dem APL und dem COB lässt sich durch die Entlastungen erklären, die in Folge von Abkommen mit Drittstaaten entstanden sind (Bsp: Uruguay mit Mexiko) Der Weg zu einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik verbietet, dass die Mitgliedstaaten Abweichungen in Sachen Zollpolitik vornehmen Die Harmonisierung der Zollpolitik ist notwendig für die Herstellung der UA (Unión Aduanera = Zollunion) |